Lesen Sie dazu den Artikel aus dem March Anzeiger:
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Ende Juli hätte wohl kaum ein Experte damit gerechnet, dass der Nordische Kombinierer nach seinem Riss der Meniskusnaht an den beiden Sommer-Grand-Prix in Deutschland und Frankreich Ende August an den Start gehen könnte. Doch weit gefehlt, in beiden Wettbewerben konnte sich Pascal Müller in das erlesene Teilnehmerfeld einreihen.
Der Sommer-GP in Oberstdorf
In Oberstdorf (Oberallgäu) standen zwei Österreicher und ein Deutscher auf dem Podest des stark besetzten Wettkampfs. Als Sieger durfte sich auch Pascal Müller (SC Einsiedeln) fühlen. Er kam eindrücklich zurück. Nach dem einmaligen Springen, ohne Probe-sprung, lag Müller mit 124 Metern auf dem 15. Platz. Dazu meinte der Glarner: «Ich konnte meine Wettkampfstärke einmal mehr ausspielen und den besten Sprung im Wettkampf zeigen. » Dies war erst Müllers Sprung Nummer 14 nach der Operation. Vor drei Wochen noch undenkbar.
Beim anschliessenden Rundkurs auf den Rollski über 7,5 km bei starkem Gewitter und heikler Abfahrtspassage war klar, dass er einige Ränge verlieren würde. Müller beschreibt das Rennen: «Während des Laufs hat man wirklich nichts mehr gesehen, Wasser spritzte, die Scheinwerfer blendeten, es war wirklich sehr, sehr grenzwertig. Ich habe mich dann entschieden, nicht volles Risiko zu gehen, ich hatte grossen Respekt. Mit so schlechten Wetterbedingungen hatte ich bisher noch nicht zu kämpfen. Wieder eine neue Situation, die ich in meinem Erfahrungsschatz sammeln kann.» Nach 6 km lag Müller an 20. Stelle, bevor ihm die Luft ausging, und er als 34. noch Weltcuppunkte sammeln konnte.
Müller übertrifft Schanzenrekord von Simon Ammann
Drei Tage später im französischen Jura in Chaux Neuve zeigte Müller weitere Fortschritte. Obwohl das Training nicht für den Rekord zählt, übertraf er im Training den Rekord von Simon Ammann aus dem Jahr 2013 um einen Meter auf 118 m. Für einmal war sein Wettkampfsprung (108m) etwas schwächer, dies ergab den 11. Zwischenrang. Im anschliessenden Rollskilauf über 10 Kilometer verpasste Pascal Müller den angepeilten 15. Rang um 14 Sekunden. Müller wurde auf dem von Johannes Rydzek gewonnenen Anlass auf dem guten 20. Platz rangiert. Als Kämpfernatur ist er fähig, aus weniger gelungenen Momenten das Beste zu machen. In drei Wochen kann Müller im Val di Fiemme auf der Schanze in Predazzo seine Ziele weiterverfolgen. Wenn das nicht ein gutes Omen für die Olympischen Spiele ist, die das grosse Saisonziel des proNordic Athleten sind.
